Das Camp 2016

September 2016
4 Gruppen für jeweils 3 Tage

Schüler und Schülerinnen der Förderschulen Schönkirchen, Schönberg, Preetz und Plön.

Hier wiehern die Kühe...

Hier wiehern die Kühe‘: Berufliche Praxis auf dem Pferdehof

Die „Happy-Horse-Farm“ in Blekendorf ist Teil des diesjährigen „Ich-bin-gut-Camps“ für Schülerinnen und Schüler mit Lernbeeinträchtigungen.
Der Betrieb in der Nähe von Lütjenburg hat sich auf die Produktion von Stutenmilch spezialisiert.

„Ich finde es super, dass wir mit Herrn Becker und der Happy-Horse-Farm einen
Kooperationspartner für das Berufsfeld des Fachpraktikers in der Pferdewirtschaft finden konnten. Hier wird mit Engagement, Ernsthaftigkeit und mit der notwendigen Kompetenz, den jungen Menschen gezeigt, wie abwechslungsreich und bereichernd dieser Ausbildungsberuf sein kann. Von diesem Blick über den Tellerrand hinaus profitieren letztlich alle Seiten. Die Jugendlichen bekommen frühzeitig Einblicke in die Berufspraxis und erleben Wertschätzung. Unsere Berufsberater lernen im Rahmen des Camps alle Jugendlichen mit Förderbedarf frühzeitig kennen und können mit ihnen eine erste berufliche Orientierung durchführen. Und Herr Becker kann sich als Betriebsleiter, schon einmal
anschauen, welcher Jugendliche möglicherweise für eine spätere Ausbildung in Frage kommt“, sagte Michael Knapp, Leiter der Agentur für Arbeit Kiel.

Nick Dallügge aus Selent hat diese Chance erkannt. Der ehemalige Teilnehmer aus dem „Ich-bin-gut-Camp“ befindet sich zurzeit in einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmein Lütjenburg. Im Rahmen des Camps hat er auch die „Happy-Horse-Farm“ kennengelernt. Die Arbeit dort hatte ihm so gut gefallen, dass er sich bei Jan-Oliver Becker, Leiter der „Happy-Horse-Farm“ um ein Praktikum bewarb. Da man sich bereits aus dem Camp kannte, war dies kein Problem. Nick hinterließ auch dort so einen guten Eindruck, dass Jan-Oliver Becker ihm gern nach Abschluss der Berufsvorbereitung einen Ausbildungsplatz auf dem Hof anbieten möchte.
Für Nick, der auch privat gern reitet, ist diese Aussicht sicherlich wie „Ein Sechser im Lotto“.

Über die Hintergründe des Projektes

Das „Ich-bin-gut-Camp“ fand 2016 in dieser Form zum dritten Mal statt. Es richtet sich gezielt an alle Jugendlichen mit Lernbeeinträchtigungen aus den Vorabgangsklassen. Neben „Berufswahlunterricht“ und dem Kennenlernen verschiedener Berufswahlfelder, findet eine sozial- und erlebnispädagogische Betreuung der Jugendlichen durch das Jugendaufbauwerk Plön-Koppelsberg statt. Einige Berufsfelder werden in Plön angeboten, anderen an Standorten in Schwentinental, Preetz und wie heute in Blekendorf. Die Jugendlichen nehmen zudem an einem berufspsychologischen Eignungstest in der Agentur für Arbeit Kiel teil. Einschließlich des aktuellen Camps haben bislang rund 150 Jugendliche an dieser Mischung aus beruflichen und Erlebnispädagogischen Anteilen teilgenommen. Viele der ehemaligen Teilnehmer haben durch diese rechtzeitige Ansprache den Weg in eine Ausbildung und die Gesellschaft geschafft.

Das „Ich-bin-gut“-Camp im Kreis Plön leistet damit einen wichtigen Beitrag für den Grundsatz, jedem Jugendlichen eine Chance zu geben.
Das Camp wird aktuell zu gleichen Teilen aus Mitteln des Kreises Plön und der Agentur für Arbeit Kiel finanziert.

Das Camp im Film